Ring-Café Finsterwalde
Blog-Archiv 2012 - Ring-Café Finsterwalde
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Archiv für 2012

Hier finden Sie die Blog-Einträge aus dem Jahr 2012. Viel Spaß beim Lesen!

Online blättern in Meyers Konversations-Lexikon

Meyer Konversations-Lexikon 1885-1892Donnerstag, 27.12. - Bei allen Vorteilen von Wikipedia: Wer blättert nicht doch einmal gerne in einem schönen alten Lexikon? "Bewährtes Wissen aus dem 19. Jahrhundert im Internet zugänglich zu machen", ist eine Kombination aus beidem und die Idee von Peter Hug. Der in Bern lebende Schweizer hat im Frühjahr 2005 die erste Version seines eLexikons im Internet veröffentlicht und arbeitet seitdem daran. eLexikon soll "ein elektronisches, einfaches und effizientes Lexikon" sein, schreibt Hug auf seiner Webseite.

Seine Sammlung umfasst inzwischen 50 Bände in sieben großen Werken. Dazu zählen die Konversations-Lexikons von Meyer 1885-1892 (4. Auflage) und Brockhaus 1894-1896 (14. Auflage); aber auch andere Werke wie z.B. Merck's Warenlexikon von 1884 (3. Auflage). Hug legt Wert darauf, dass "weder Werbung noch Zensur den Blick (...) auf die Informationen (trüben)". Die Texte sind sowohl im Original als auch in reinem Text anzeigbar. Dadurch ergeben sich umfangreiche Suchmöglichkeiten. Die Bedienung erfordert jedoch ein wenig Einarbeitungszeit.

Nach anfänglichen Besucherzahlen von max. 10 pro Tag, haben diese inzwischen die Grenze von 6.000 Besuchern pro Tag erreicht. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall! Zum eLexikon »

Weihnachtswichtel zu Besuch im alten Warenspeicher

Karin Melzer und die Kinder ihres aktuellen Gesangsprojektes zu Besuch im alten WarenspeicherSonntag, 16.12. - Zur Überreichung des Erlöses der letzten Finsterwalder Stadtgespräche sind alle gekommen: Kurz vor ihrem großen Auftritt auf dem Finsterwalder Weihnachtsmarkt waren die Kinder aus dem neuen Projekt von Karin Melzer zu Gast im alten Warenspeicher. Erst im Oktober war der Großteil von ihnen eigens für diesen Auftritt mit einem Presseaufruf in der Lausitzer Rundschau gesucht worden.

Die Kinder zwischen fünf und zehn Jahren haben in dem kurzen Zeitraum ihre Texte gelernt, viel gesungen und geprobt. Auch Studioluft durften sie schnuppern, denn eine CD wurde während des zeitlich begrenzten Projektes durch das Tonstudio Sunwood ebenfalls produziert. Dass sie viel Spass dabei hatten, war bei der Übergabe des Schecks deutlich zu merken. Jeder gab ein paar gesangliche oder textliche Kostenproben. Einige der Kinder werden an der Kreismusikschule "Gebrüder Graun" weiteren Unterricht nehmen. Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg!

Stadtgespräch: Ein Umlaufverfahren und seine Folgen

Sonntag, 02.12. - "Verwenden Sie immer das Umlaufverfahren, wenn Sie in der Politik eine schnelle Entscheidung benötigen", empfahl Walter Momper während der gestrigen Finsterwalder Stadtgespräche. Das Umlaufverfahren garantiere eine zügige Bearbeitung, weil sich die einzelnen Entscheidungsträger möglicherweise gar nicht mit den einzelnen Details der Vorlage beschäftigen. So geschehen bei der Einsetzung einer neuen DDR-Reiserichtlinie, die Günter Schabowski am Ende einer langen Pressekonferenz am 9. November 1989 eher beiläufig verkündete. In einem vorangegangenen Umlaufverfahren im Politbüro der SED war die Richtlinie beschlossen worden. Walter Momper bezweifelte, ob Schabowski das von ihm verlesene Blatt mit den Informationen zur Reiserichtlinie vorab überhaupt gesehen hatte.

Walter Momper, 2012Mit etwa 55 Besuchern war der alte Warenspeicher von "Ad. Bauer's Wwe" wieder gut gefüllt und das Interesse sehr groß, den früheren Regierenden Bürgermeister von Berlin persönlich zu erleben. Neben vielen Stammgästen nahmen auch zahlreiche neue Gäste an der Neuauflage der Veranstaltungsreihe am Vorabend des ersten Advents teil. Walter Momper berichtete gut aufgelegt und ohne jegliches Redemanuskript fast zwei Stunden von den aufregenden Ergeignissen des Wendeherbstes. "Wir wussten ja nicht, was passiert und wollten aber dennoch gut vorbereitet sein", schilderte er die schwierige Lage des West-Berliner Senats. Im schlimmsten Falle hätte es zu vielen Verletzten und Toten kommen können. Zu diesem Zweck wurden verschiedene Planspiele durchgespielt. Als Indikator für die Lage der Bevölkerung ließ er sich regelmäßig die Zahl der Ausreisenden übermitteln und verglich diese mit der Anzahl zum Zeitpunkt des Mauerbaus 1961. 

Auf seine persönliche Erfahrung in dieser Zeit angesprochen, antwortete Momper: "Ich habe gelernt, mit wenig Schlaf auszukommen und auch zwischendurch Ruhepausen einzulegen." Lothar de Maizière hatte an gleicher Stelle erzählt, dass er in seiner Zeit als DDR-Ministerpräsident 16 kg abgenommen hatte. Die 20. Finsterwalder Stadtgespräche finden am 23.03.2013 mit Hellmuth Karasek statt. Voranmeldungen sind ab sofort hier möglich »

Paket aus Leipzig: Über das Fotografieren im #Museum

Titelseite Foto-Rundschau (Karl Knapp Verlag, Düsseldorf) Ausgabe März 1959Samstag, 17.11. - Erst viele Wochen nach dem diesjährigen "Tag des offenen Denkmals" konnten wir jetzt ein Paket aus Leipzig in Empfang nehmen. Zu unserer großen Überraschung enthielt das Paket ein Dankeschön der letzten Besuchergruppe am Denkmaltag. Eine Leipziger Familie bedankt sich damit für die "nette Führung" sowie "die Idee und die Ausführung des Denkmal-Hauses". Voller Freude konnten wir beim Öffnen des Paketes zahlreiche Bücher und Zeitschriften entdecken. Darunter einen vollständigen Jahrgang der "Foto-Rundschau" (Karl Knapp Verlag, Düsseldorf) in einem schönen Sammelband aus dem Jahre 1959.

Beim Durchblättern und Lesen der Zeitschrift finden sich zahlreiche interessante Fotografien und zeitgenössische Artikel aus dem Blickwinkel der 50er Jahre. So z.B. das abgebildete Titelfoto der März-Ausgabe von Wolf Schlegel und in der gleichen Ausgabe eine kleine literarische "Perle" über das Fotografieren im Museum. Darin heißt es u.a., dass "Museen als Stätten stiller Betrachtung" grundsätzlich das Fotografieren erlauben sollten. Mehr als 50 Jahre später ist das Fotografieren heute nicht nur häufig erlaubt, sondern gleichzeitig auch mit sog. Tweetups verbunden. Dabei handelt es sich um eine ganz spezielle Museumsführung, bei der es ausdrücklich erwünscht ist, dass die Besucher neben Fotos auch Mitteilungen (Tweets) über den Kurznachrichten-Dienst Twitter verschicken. Mehr zu Tweetups in einem aktuellen Beitrag der FAZ. Der Original-Artikel "Fotografieren im Museum" findet sich zum Nachlesen hier »

Berlins früherer Regierender Bürgermeister zu Gast

Deutsche Welle Beitrag über Berlins ehem. Regierenden Bürgermeister Walter Momper (Quelle: Deutsche Welle-Film in YouTube)Montag, 29.10. - "Berlin, nun freue dich!", viele erinnern sich an diesen Satz von Walter Momper anläßlich der Öffnung der Berliner Mauer am Brandenburger Tor am 22. Dezember 1989. In knapp vier Wochen wird er von den damaligen Ereignissen und seinen persönlichen Erlebnissen berichten. Unter dem Thema "Der Tag aller Tage - Berlin im November 1989" finden die 19. Finsterwalder Stadtgespräche mit dem früheren Regierenden Bürgermeister und Parlamentspräsidenten statt. Nach 35 aktiven Jahren in der Berliner Politik ist Momper vor einem Jahr in den politischen Ruhestand getreten.

Die bisherige Nachfrage nach Platzreservierungen zeigt, dass auch 23 Jahre nach der friedlichen Revolution und der letztjährigen Veranstaltung mit Lothar de Maizière weiterhin ein großes Interesse an dem beispiellosen Vorgang in der deutschen Geschichte besteht. Darüber freuen wir uns sehr! Reservieren Sie sich jetzt noch einen der letzten freien Plätze: zur Anmeldung »

Der Pressetext zur Veranstaltung mit Walter Momper unter dem Titel "Zur Maueröffnung mit Smog-Fahrplänen" befindet sich hier »

Denkmaltag 2012: "Darf man hier auch fotografieren?"

Montag, 10.09. - "Darf man hier auch fotografieren?", war eine mehrfach gestellte Frage am gestrigen "Tag des offenen Denkmals". Man durfte! Gerade weil sich im alten Kaufmannshaus in diesem Jahr fast alles um die Themen Fotografie, Film und Kino drehte. Besonders am Nachmittag des hochsommerlichen Tages herrschte drangvolle Enge im Innenhof und den Ausstellungsräumen. Dabei konnten zahlreiche Kamera- und Filmraritäten bewundert, viele Exponate auch selbst ausprobiert werden.

Sammler und Fotograf Jürgen Schlinger erläutert einer Besuchergruppe den filmtechnischen Teil seiner neuen Ausstellung  

Etwa 170 Besucher, darunter ein Kunstkurs einer Schule aus Finsterwalde, machten es zeitweise erforderlich, die Führungen in mehrere kleine Gruppen aufzuteilen. Im Mittelpunkt der Führungen stand neben den vielen Ausstellungsobjekten der Finsterwalder Sammler und Fotograf, Jürgen Schlinger. Der Initiator und Kurator der neuen Ausstellung "Als die Bilder laufen lernten" hatte zahlreiche Raritäten aus seiner Sammlung zusammengestellt. Mehrfach führte der gelernte Tischler die interessierten Besucher durch die Räume und zeigte dabei viel Liebe für Details.

Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehört eine von Schlinger eigenhändig nachgebaute Kastenkamera aus Holz ("Le Daguerreotype"), die äußerlich einer camera obscura ähnelt und eine sog. Schiebekasten-Kamera ist. Es handelt sich um die erste kommerziell hergestellte Kamera der Welt, die 1839 nach den Originalplänen ihres Erfinders Louis-Jacques-Mandé Daguerre bei dessen Schwager Alphonse Giroux in Paris in geringer Stückzahl hergestellt wurde. In Deutschland gibt es davon nur noch zwei Exemplare in München und Berlin. Die hölzerne Kamera passte damit auch zum diesjährigen Motto "Holz" des Denkmal-Tages.

Natürlich wurden von Besuchern auch wieder persönliche Erlebnisse berichtet, die mit dem Haus verbunden sind. Darunter gehörte die Begebenheit, dass von Handwerkern der Orthopädie ein 20 Pfennigstück auf einer Holzschwelle angeklebt wurde und man sich dann amüsierte, sobald ein anderer Kollege sich vergeblich bückte, um es aufzuheben. Gegen 16 Uhr schlossen sich die alten Flügeltore wieder, nach dem die letzten Besucher noch schnell ein paar Fotos gemacht hatten.

Was Kaffee und ein "Zeotrop" gemeinsam haben...

Sonntag, 02.09. - Nur noch eine Woche bis zum "Tag des offenen Denkmals": Die letzten Vorbereitungen laufen! Wie immer wird es in diesen Tagen doch ein wenig hektisch. Heute wurden noch schnell die Kaffeebohnen der Sorten "Äthopien Sidamo" und "Peru" in der Kaffeerösterei Barcomi's in Berlin-Kreuzberg bestellt. Diese Rösterei liefert seit fünf Jahren frisch geröstete Bohnen zu unserem Denkmaltag. Das verleiht dem alten Warenspeicher den typischen Kaffeegeruch. Gemalen werden die dunklen Bohnen auf Wunsch erst anschließend beim Verkauf.

Zusätzlich wurde das Plakat zur Eröffnung der Ausstellung des Sammlers und Fotografen Jürgen Schlinger fertig gestellt. Es zeigt eine Bilder- oder Wundertrommel (Zoetrop), die von ihm nachgebaut wurde. Anhand der Trommel lässt sich sehr schön sehen, wie die Bilder um 1834 laufen lernten. Tätsächlich sind in der Trommel lediglich verschiedene Bewegungsbilder eines Reiters auf einem Pferd zu erkennen, die durch eine Bewegung in eine flüssige Bilderreihe verwandelt werden.

Lassen Sie sich überraschen, was es in diesem Jahr alles zum Ausprobieren gibt. Genießen Sie den Kaffee und bestaunen Sie das Zeotrop! mehr »

Der erste deutsche "Filmstar"

Filmaufnahmen anläßlich eines öffentlichen Auftritts von Kaiser Wilhelm II. (Quelle: 3sat-Film in YouTube)Sonntag, 05.08. - Was haben der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. und das Kaufmannshaus "Ad. Bauer's Wwe." gemeinsam? Der Kaiser erkannte schnell die Möglichkeiten des Films und ebnete dem neuen Medium um 1900 in Deutschland den Weg zur Massenunterhaltung. In einer neuen Ausstellung des bekannten Sammlers und Fotografen Jürgen Schlinger dreht sich beim diesjährigen "Tag des offenen Denkmals" im alten Jugendstilhaus alles um die Welt der Photographie und Kinematografie. Auch Finsterwalder Zuschauer bestaunten zum Beginn des Jahrhunderts den Kaiser erstmals in bewegten Bildern auf der Leinwand. In diesem Jahr blickt das Traditionskino "Weltspiegel" auf sein 100-jähriges Bestehen, was in der Ausstellung ebenfalls ausführlich gewürdigt wird.

Besuchen Sie uns auch in diesem Jahr wieder zum Denkmaltag am Sonntag, 09.09. Wir freuen uns auf Sie! Mehr Informationen »

Erfolgreiches "Banken-Sponsoring" der Stadtgespräche

Nur wenige Minuten nach der Übergabe bereits in Benutzung: Eine der beiden neuen SitzbänkeSonntag, 15.07. - Als der Schriftsteller und Arzt Jakob Hein im Juni letzten Jahres Gast der 16. Stadtgesprächen war, schmunzelte er noch, als er vom geplanten Verwendungszweck hörte, und äußerte, dass "dies meine erste Lesung für eine Bank ist". Dank der Erlöse aus den Finsterwalder Stadtgesprächen konnten nun zwei Bänke vor dem Rathaus der Öffentlichkeit übergeben werden. Sponsoren- und Eintrittsgelder aus vier Veranstaltungen (Limbach, Gauck, Hein, de Maizière) waren nötig, um die schön geschwungenen Bänke am Fuße der beiden Linden auf dem Markplatz aufstellen zu können. LR-Beitrag »

Wie andere Fundraising-Veranstaltungen auch verfolgen die Stadtgespräche das Ziel, etwaige Erlöse für einen kulturellen oder sozialen Zweck in der Stadt zu verwenden (s. Blog-Beitrag zum Projekt "BALANCE"). Die Eisengestelle mit Sitz- und Rückenlehne aus Eschenholz stammen von lokalen Handwerksbetrieben des Massener Metallbaumeisters Hans-Ullrich Richter und des Pießiger Tischlermeisters Steffen Jüngling. Zusätzlich zu den Sponsoren- und Eintrittsgeldern wurden die Bänke durch Fördergelder aus dem ASZ-Programm unterstützt. Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Besucher und Sponsoren!

Bitte Platz nehmen im Stummfilmkino

Montag, 28.05. - Mit der heutigen Anmeldung bei der Stiftung Denkmalschutz haben die Vorbereitungen zum diesjährigen "Tag des offenen Denkmals" (Sonntag, 9. September 2012) endlich auch offiziell begonnen. Doch eigentlich laufen diese bereits seit einiger Zeit. Im Januar hatten wir erfreulicherweise an dieser Stelle die Ausstellungs-Erweiterung der bestehenden fototechnischen Sammlung durch den Sammler Jürgen Schlinger ankündigen können.

Sehr schön erhaltene Klappstühle eines Stummfilmkinos aus den 20er JahrenDieser Teil der Sammlung wird nun schrittweise weiter ausgebaut. Ein wichtiger Bestandteil ist hierbei das filmhistorische Kabinett, das anläßlich des 100-jährigen Bestehens des Finsterwalder Kinos "Weltspiegel" in der heutigen Karl-Marx-Straße (vormals Wickhof) die Technik des Traditions-Lichtspielhauses vorstellen wird. Dazu können die Besucher bspw. auf sehr schön erhaltenen Klappsitzen eines Stummfilmkinos aus den 20er Jahren Platz nehmen. Weitere Aktionen im Rahmen des "Museums zum Anfassen" sind geplant. Seien Sie gespannt und merken sich bitte jetzt schon den Termin in Ihrem Terminkalender vor. Wir freuen uns auf Sie!

Vertrauensfragen beim 18. Stadtgespräch

Shirtstorm Skala - Schweizer Wetterbericht für soziale MedienSonntag, 13.05. - Facebook, Twitter, Liquid Democracy: Bei den gestrigen 18. Finsterwalder Stadtgesprächen mit der ehem. Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer ging es um eine Vielzahl von Begriffen aus der neuen Welt der sozialen Medien. Die heutige Beraterin und Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN in der Bezirksverordneten-Versammlung (BVV) in Berlin-Mitte nannte in ihrem kurzweiligen Vortrag zahlreiche Politik-Beispiele für eine bessere Transparenz und Bürgernähe. Zu Beginn konnten wir sie mit dem erst kürzlich in der Schweiz veröffentlichten Wetterbericht für soziale Medien, der sog. "Shitstorm-Skala", überraschen.

32 Gäste folgten im Alten Warenspeicher von "Ad. Bauer's Wwe." dabei auch einem Exkurs zu den aktuellen Diskussionen zum Urheberrecht, dessen grundlegende Wichtigkeit Fischer betonte. Nicht nur in diesem Zusammenhang wurde die Rolle der Piraten-Partei an dem Abend kontrovers diskutiert. In einem Redebeitrag wurde Fischer an die Gründungszeit der Grünen erinnert und ein vergleichbarer Einfluss der Piraten auf die etablierten Parteien vermutet.

Ungeachtet dessen verwies Fischer auf die aus ihrer Sicht mangelnden Inhalte der Piraten-Partei. Gleichzeitig hob sie einen anderen Aspekt hervor. Auch wenn soziale Medien wie der elektrische Strom nicht mehr wegzudenken seien, dürfe eine wesentliche Voraussetzung nicht übersehen werden: Vertrauen. Dabei war einerseits das Vertrauen gemeint, welches ein Wähler der von ihm gewählten Partei entgegenbringt und erwarten darf, dass diese dafür auch die gewünschten Positionen vertritt. Andererseits spielte Fischer hier ebenfalls auf die Piraten an, die ihrer Parteispitze mehr Vertrauen schenken sollten, um sie handlungsfähiger zu machen.

Der Abend klang in kleinen, geselligen Gesprächsrunden bis kurz vor Mitternacht aus. Nächster Gast ist im November der ehem. Regierende Bürgermeister und Parlamentspräsident von Berlin, Walter Momper. Zur Fotostrecke »

Pressetext zu Stadtgespräch mit Andrea Fischer

Andrea Fischer am 27.03.2012 bei Markus LanzDienstag, 10.04. - Bereits in vier Wochen finden die nächsten Finsterwalder Stadtgespräche mit der Politikerin, Beraterin und ehem. Gesundheitsministerin Andrea Fischer statt. Erst kürzlich war Andrea Fischer zu Gast in der Talkrunde von Markus Lanz. Wir freuen uns sehr, dass schon jetzt zahlreiche Plätze für die Stadtgespräche reserviert sind.

Wie gewohnt gibt es vorab einen kurzen Pressetext mit einigen Informationen zur Veranstaltung. Dieser geht an Redaktionen verschiedener Tageszeitungen (u.a. Lausitzer Rundschau, Tagesspiegel) und wird im Internet veröffentlicht (openPR). In der Veranstaltung mit Andrea Fischer geht es diesmal um ein besonders aktuelles Thema: "Transparent, direkt, bürgernah - Politik zwischen neuen Medien und Ansprüchen". Zum Pressetext »

Ring-Café jetzt in museen.de

Ring-Cafè FinsterwaldeFreitag, 06.04. - Seite Ende November 2007 ist das "Deutsche Museumsportal" unter museum.de im Internet verfügbar. Während ein Museum reale Ausstellungsobjekte in einem besonderen Umfeld präsentiert und erhält, können bei museum.de ergänzende Informationen zum Museum kostenlos veröffentlicht werden. Dazu gehören z.B. Öffnungszeiten, Ausstellungstermine und Bilderserien. Wir freuen uns sehr, dass auch das Ring-Café jetzt einen Eintrag besitzt. Besucher werden zukünftig neben den Informationen auf Webmuseen.de auch auf diesem Weg über zukünftige Veranstaltungen und Ausstellungen informiert. Zum Eintrag in museen.de »

Stadtgespräch-Sponsor 2012 werden

Freitag, 23.03. - Auch in diesem Jahr werden wieder Sponsoren für die "Finsterwalder Stadtgespräche" gesucht. Das in den vergangenen Jahren sehr erfolgreiche "Gold"- und "Silber"-Sponsoren-Modell wurde wieder neu aufgelegt. Profitieren Sie von der Werbung Ihres Unternehmens im kulturellen Bereich und freuen sich gleichzeitig auf Ihre eigene Teilnahme an der nächsten Veranstaltung. Denn neben einer finanziellen Unterstützung stehen Ihnen je nach Sponsoring-Modell bis zu zwei Freikarten zu. Weitere Informationen finden Sie hier.

Projekt "BALANCE" mit Stadtgespräch-Erlös überrascht

Sonnabend, 25.02. - Der Andrang war gestern groß im Finsterwalder Rathaus. Bereits lange war ein Treffen mit Vertreterinnen des Projektes "BALANCE" geplant, um den Erlös der letzten Finsterwalder Stadtgespräche zu übergeben. Mehrere Alleinerziehende mit ihren Kinder sowie die Projektkoordinatorin, Susann Müller, waren in die Räume der Touristinformation und des Sängerstadtmarketing e.V. gekommen, um den symbolischen Scheck entgegen zu nehmen. 

"Wir freuen uns riesig über die Spende und alle sind ganz eifrig am planen, wofür das Geld verwendet werden könnte. Auf jeden Fall wird es eine Osterüberraschung werden", sagte Susann Müller. Mit dem Projekt „BALANCE“ soll Alleinerziehenden geholfen werden, die eigenen Stärken und Voraussetzungen zu erkennen, um aktiv den Weg in die Erwerbstätigkeit zu finden. Nach Ende der ersten Projektphase am 31.03.2012 wird es voraussichtlich ein Folgeprojekt "BALANCE two" geben.

Einen riesigen Erfolg feiert derzeit das Projekt-Video "PSEIKO - Bis Alles gut ist" mit knapp 3.000 Klicks innerhalb der ersten drei Tage nach der Veröffentlichung in YouTube. Der Song zum Video stammt von dem Finsterwalder Sänger Martin Kalz alias Pseiko. Wir wünschen Frau Müller und den Alleinerziehenden weiterhin viel Erfolg!

Erste eigene Ausstellung in Pinterest

Sonntag, 19.02. -  Wie in Museen lassen sich Bilder und Videos in dem sozialen Netzwerk Pinterest aufhängen. Gezeigt werden die Bilder und Videos an sogenannten öffentlichen Pinnwänden, die in bestimmte Kategorien eingeteilt sind. Einen eigenen Versuch unternehmen wir nun mit einer Ausstellung der liebevollen Illustrationen von Harry Schönberg zu dem Buch "Der Sandriese und andere märchenhafte Geschichten aus dem RIAS-Kinderfunk Berlin". Willkommen in unserem Mini-Museum mehr »

Follow Me on PinterestPinterest zählt zu einem der derzeit am stärksten wachsenden sozialen Netzwerke. Alleine zwischen August und Dezember 2011 gab es einen Zuwachs von etwa 3 Millionen Mitgliedern. Pinterest ist kostenlos, ein Zugang ist jedoch nur über Pinterest selbst oder einem anderen Mitglied möglich. Auch Museen befassen sich zunehmend mit einer Nutzung dieses sozialen Netzwerkes. Einen schönen Überblick hierzu gibt Jenni Fuchs. Eine allgemeine Einführung ist in der ZEIT nachzulesen.

Andrea Fischer zu Gast beim Stadtgespräch

Sonntag, 05.02. - Nach Lothar de Maizière wird am 12. Mai die Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN in Berlin-Mitte und frühere Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer zu Gast bei den nächsten Finsterwalder Stadtgesprächen sein.

Diesmal verspricht der Abend besonders lebhaft zu werden: Ihre direkte Art, das legendäre Lachen sowie ihr anpackendes Wesen sind über Parteigrenzen hinaus geschätzt. Nach 10 Jahren Abstinenz kehrte Andrea Fischer im letzten Herbst in die Berliner Kommunalpolitik zurück. Die Stadtgespräche greifen diesmal ein aktuelles Thema auf und laden zur Diskussion ein: "Transparent, direkt, bürgernah - Politik zwischen neuen Medien und Ansprüchen". Wir freuen uns wie immer auf Ihren Besuch. zur Anmeldung »

Ich mach was mit Büchern

Ich mach was mit BüchernFreitag, 27.01. - "Bücher haben ein enormes Potenzial, Menschen zu verbinden. Im Internet wiederum sind jene Menschen, die sich mit Büchern beruflich oder in ihrer Freizeit intensiv beschäftigen, vielfach nur schwach verbunden", dies bedauert Leander Wattig. Aus diesem Grund hat er im August 2009 eine Initiative mit dem Namen "Ich mach was Büchern" ins Leben gerufen. Diese soll dazu beitragen, die Buchbranche sichtbarer zu machen und Buchmenschen stärker miteinander zu vernetzen. Wir unterstützen diese Initiative gerne.

Anfragen bei weiteren Stadtgespräch-Referenten

Sonnabend, 21.01. - Die Vorbereitungen für die nächsten Finsterwalder Stadtgespräche sind gleich zu Jahresbeginn mit Hochdruck angelaufen. Bei mehreren interessanten Referenten aus den Bereichen Literatur, Sport und Politik wurde in den letzten Tagen angefragt. Nun warten wir gespannt auf die Rückmeldungen und freuen uns schon jetzt auf die Veranstaltung im ersten Halbjahr 2012. Wir informieren Sie an dieser Stelle, sobald der Termin feststeht. Falls Sie eingeladen werden möchten, können Sie sich gerne zu unserem Newsletter anmelden.

Ausstellungs-Erweiterung mit "Museum zum Anfassen"

Sonntag, 08.01. - Wir freuen uns sehr, dass anläßlich des letztjährigen "Tag des offenen Denkmals" eine neue Idee entstanden ist. Der Sammler Jürgen Schlinger wird die im alten Warenspeicher von "Ad. Bauer's Wwe" bestehende Ausstellung fototechnischer Apparate des Finsterwalder Fotografen Eberhard Melzer erweitern. Jürgen Schlinger ist durch seine umfangreiche Sammlung und zahlreiche Vorträge, z.B. über den Vorreiter in der Fotografie Hermann Wilhelm Vogel aus Dobrilugk, weit über die Grenzen Finsterwaldes bekannt.

Neben der Ausstellungs-Erweiterung wird er den Besuchern durch zahlreiche Beschriftungen der Exponante einen interessanten Einstieg in die Welt der Fotografie ermöglichen. Zum diesjährigen Denkmaltag am 9. September werden die Ergebnisse dann erstmalig einem größeren Publikum vorgestellt. Die Besucher können dann einige Dinge in einem "Museum zum Anfassen" ausprobieren. Seien Sie also gespannt!

Golo Mann-Gesellschaft gegründet

Sonntag, 08.01. - Auch wenn in Finsterwalde nur eine kleine, unbekannte Episode ausgestellt ist: Golo Mann hat die deutsche Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts kommentierend begleitet wie kein anderer Historiker. Zeit seines Lebens war er der festen Überzeugung, dass Geschichtsschreibung lesbar sein müsse "wie ein Roman" und hat das in seinen eigenen Werken sehr eindrucksvoll gezeigt. Anlässlich seines 100. Geburtstages im Jahr 2009 gelangte Golo Manns Leben und Werk wieder verstärkt in das öffentliche Bewusstsein. Zwei Jahre später wurde dann in 2011 eine historisch-literarische Gesellschaft in Wiesbaden gegründet. Deren Ziel ist es, mit Tagungen, Vorträge und Lesungen ein Forum zum Austausch zu bieten. Die Geschäftsstelle der Golo Mann-Gesellschaft e.V. ist im Buddenbrookhaus in Lübeck angesiedelt. mehr » , E-Mail: gmg(at)buddenbrookhaus.de, www.golo-mann-gesellschaft.de