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"Physische Vernichtung einkalkuliert"

Stadtgespräch mit dem Bürgerrechtler und Theologen Rainer Eppelmann

Rainer Eppelmann

Foto: Foto: BR/Uli Kölbl

Finsterwalde, 23.10.2016 - »[...] Ziel der geplanten Massnahme war es, einen Unfall herbeiführen. Verletzungen bzw. physische Vernichtung [...] wurden einkalkuliert. Hierzu wurden mehrere Varianten geprüft (Radmuttern lockern, in der Kurve Scheibe zerstören, vor der Kurve Spiegel aufstellen) [...]«. Was sich wie ein gewöhnlicher Gerichtsbericht anhört, stammt aus einer Akte des Ministeriums für Staatssicherheit. Darin werden sehr konkret Mordpläne gegen einen prominenten Berliner Bürgerrechtler der damaligen DDR beschrieben. Noch heute macht diese Art von »Zersetzung«, so die offizielle, menschenverachtende Bezeichnung von Stasi-Maßnahmen gegen Oppositionelle, den Leser sprachlos.

Anfang der 80er Jahre wollten zwei Stasi-Offiziere den evangelischen Pfarrer, Bürgerrechtler und späteren Abrüstungs-Minister Rainer Eppelmann u.a. wegen seiner zahlreichen internationalen Kontakte zur Friedensbewegung umbringen. Dass dies nicht gelang, lag wohl mehr an zufälligen Umständen und der mangelhaften Ausführung der Beteiligten. In welche Gefahren sich Menschen begeben, um für Demokratie, Freiheit und Verbesserung ihrer Lebensumstände einzutreten, lässt sich teilweise nur erahnen; schließlich verbleibt aber auch immer ein Rest an Zweifel. »Zwischen Anpassung und Aufbegehren - Die Freiheitsbewegung in Osteuropa« heißt der Vortrag, den Rainer Eppelmann in Finsterwalde über diesen stetigen Widerspruch halten wird. Eppelmann ist heute Vorstand der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Nach Carmen-Maja Antoni ist bei den siebenundzwanzigsten Finsterwalder Stadtgesprächen der Theologe und Politiker Rainer Eppelmann zu Gast im alten Warenspeicher „Ad. Bauer’s Wwe.“ in Finsterwalde (Landkreis Elbe-Elster). Gemeinsam mit dem Sängerstadtmarketing e. V. laden wieder der Ur-Ur-Enkel der legendären Kaufmannsfrau, Sebastian Schiller, und seine Frau Christiane zu Gesprächen über Vergangenes, Aktuelles oder Zukünftiges in einer überraschenden Umgebung mit interessanten Gesprächspartnern.

Ungewöhnlicher Veranstaltungsort ist ein alter Warenspeicher, der einen ehemaligen Kolonialwarenladen für Güter des täglichen Bedarfs beherbergt; eingerahmt von etwa 1.000 gebrauchten Schuhmacherleisten, die an Decken und Wänden hängen. Ein Büffet auf der alten, sieben Meter langen Ladentheke und Musikalisches von der Musikschule des Landkreises bilden hierzu einen festlichen Rahmen.

Sämtliche Eintrittskarten zu der Veranstaltung mit Rainer Eppelmann am 19.11. waren innerhalb kurzer Zeit vergriffen.

 (PDF, 118 KB)

OpenPR: www.openpr.de/news/924042
Pressemitteilung WS: pressemitteilung.ws/node/679116

Anmeldung: www.ring-cafe-finsterwalde.de/anmeldung

Informationen/Rückfragen:

Sängerstadtmarketing e. V.
Herr Veit Klaue
Markt 1
03238 Finsterwalde

Tel. (03531) 717830
Fax (03531) 717831
E-Mail: info(at)finsterwalder-stadtgespraeche.de
www.finsterwalder-stadtgespraeche.de

Veranstaltungsort:

Finsterwalder Stadtgespräche am 19.11.2016 um 19 Uhr, Kleine Ringstraße 8, 03238 Finsterwalde

Anfahrt:

  • Bahn: Stdl. Verbindung zwischen Berlin und Finsterwalde mit den Regionalbahnen RE 3 und RB 43 (Stralsund/Schwedt- Elsterwerda bzw. Falkenberg- Cottbus) und Umstieg in Doberlug-Kirchhain, Zustieg u. a. Berlin Hbf/Potsdamer Platz/ Südkreuz/Blankenfelde
  • Auto: Bundesstraße B96 oder Autobahn A13 (Berlin-Dresden, Abfahrt Duben oder Bronkow)
  • Fußweg: ca. 1 Min. vom Marktplatz entfernt